Die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland: Demografische, - download pdf or read online

By Insa Cassens, Marc Luy, Rembrandt Scholz

ISBN-10: 3835070223

ISBN-13: 9783835070226

Insa Cassens, Marc Luy, Rembrandt Scholz 1945 ging der Zweite Weltkrieg zu Ende, das besiegte Deutschland wurde unter den Besatzungsmächten united states, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion auf- teilt. Zwei Blöcke entstanden: Die Integration der westlichen Besatzungszonen in die Gemeinschaft der Westmächte und die des östlichen Teils in das approach der UdSSR fand im Jahr 1949 ihren Höhepunkt mit den Gründungen der Bundesre- blik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). In der parlamentarischen Demokratie einerseits und der kommunistischen Volks- mokratie andererseits waren die Menschen in diesen zwei Staaten in den folgenden 60 Jahren gänzlich unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaft- chen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Beim Mauerfall 1989 trafen so auch zwei Bevölkerungen aufeinander, die sich inzwischen bezüglich vieler demografischer, ökonomischer und sozialer Charakteristika deutlich unterschieden. Wie haben sich diese Unterschiede nach einer solchen gesellschaftspolitischen Umbruchsituation entwickelt? In welcher shape und mit welcher zeitlichen Verzögerung haben Anp- sungsprozesse zwischen den wiedervereinigten Staaten stattgefunden? Diese sp- nenden Forschungsfragen standen im Mittelpunkt eines Workshops, der gemeinsam vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels und der Deutschen Gesellschaft für Demographie im Rahmen der Statistischen Woche 2006 in Dresden organisiert wurde. Antworten und Ergebnisse sind nun im vorliegenden Buch zusammengestellt und stehen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

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Gleichzeitig soll der positive oder negative Einfluss der isolierten demografischen 60 Parameter auf die Bevölkerungsbestände aufgezeigt werden. Dazu wird im Folgenden die Maßzahl r(ti) berechnet: r( t i ) = tatsächlicher Jahresendbes tan d ( im Jahr t i ) (2) hypothetis cher Jahresendbes tan d ( im Jahr t i ) Trotz der Vergleichsmöglichkeiten mit Hilfe der Maßzahl r(ti) muss deren Entwicklung in Abhängigkeit von der spezifischen demografischen Situation im jeweiligen Bundesland zum Startzeitpunkt der Berechnungen interpretiert werden.

Nicht nur hinsichtlich der Altersstruktur, sondern auch in Bezug auf den Familienstand und die Anzahl der bereits vorhandenen Geburten haben sich zwischen 1996 und 2004 deutliche Veränderungen vollzogen (Tabelle 1). 29 Tabelle 1: Schwangerschaftsabbrüche nach Familienstand, Anzahl der vorangegangenen Schwangerschaften und Ort des Eingriffs, 1996 und 2004 (Anteile an allen Schwangerschaftsabbrüchen in %) 1996 ABL* 2004 NBL** ABL* NBL** nach Familienstand Ledig 41,7 34,6 48,4 55,4 Verheiratet 51,6 56,9 45,6 39,4 Verwitwet 0,6 0,6 0,4 0,3 Geschieden 6,1 7,9 5,6 4,8 nach Anzahl der vorangegangenen Lebendgeborenen Keine 41,5 20,0 42,0 33,0 1 22,7 30,5 24,3 33,0 2 24,0 35,9 23,1 25,8 3 8,5 9,9 7,7 6,0 4 2,4 2,5 1,9 1,6 5 und mehr 1,0 1,1 1,0 0,6 Krankenhaus (ambulant) 29,9 41,1 12,0 46,3 Krankenhaus (stationär) 6,1 39,9 2,7 7,1 Gynäkologische Praxis 63,9 19,0 85,2 46,6 nach Ort des Eingriffs * ALB … Alte Bundesländer; ** NBL … Neue Bundesländer (jeweils ohne Berlin) Die Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, sind 2004 weitaus häufiger ledig als 1996, was sowohl mit dem geringeren Lebensalter der betreffenden Frauen einerseits als auch mit der geringeren Anzahl bereits vorhandener Kinder andererseits korrespondiert.

Bis 2006 reduzierten sich die Bestände um jeweils elf Prozent. Im Gegensatz zu den neuen Bundesländern entwickelte sich die Bevölkerung in Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg insgesamt positiv. Zusammen konnten sie ihren Bevölkerungsbestand von 18,861 Millionen im Jahr 1990 auf 20,475 Millionen im Jahr 2006 erhöhen. Während in Niedersachsen und BadenWürttemberg die Bevölkerungsbestände am Jahresende 2006 um acht beziehungsweise um neun Prozent höher waren als zu Beginn des Untersuchungszeitraums, fiel der Bevölkerungszuwachs in Hamburg mit sechs Prozent etwas geringer aus.

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by Jeff
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